SpiroTiger-Training vs. Atemwiderstandstraining: neue Studie
23.02.10Die Forschungsgruppe um Dr. Samuel Vergès stellte sich die Frage, welche Trainingsmethode für die Atemmuskulatur welche Wirkung hinsichtlich Kraft, Ausdauer, Ermüdung und Physiologie zur Folge hat. Insgesamt wurden 26 moderat-traininerte Männer in eine SpiroTiger-Trainingsgruppe, in eine Atemwiderstandstrainingsgruppe oder eine Placebo-Gruppe eingeteilt.
Das 30-minütige Training pro Tag während eines Monats führte in der SpiroTiger® Gruppe zu den ausdauerspezifischen Verbesserungen. Vitalkapazität, Atemgrenzwert und Atemausdauer zeigten sich auch bei trainierten Personen weiter gesteigert. Zudem wurden während intensiven Atemtests nach dem Training ein tieferer anaerober Stoffwechsel, eine geringere Ermüdung sowie subjektiv eine tiefere Atemanstrengung festgestellt.
Die Widerstandsgruppe hingegen zeigte nach dem Training zwar eine Zunahme der Vitalkapazität und der Einatemkraft, die nicht trainierte Ausatemkraft jedoch blieb nicht auf gleichem Niveau sondern nahm im Vergleich zur Situation vor dem Training ab. Zudem, während intensivem Atmen, zeigte sich tendenziell eine Zunahme der Ermüdung der Ausatmungsmuskeln. Das Atmen mit hohen Geschwindigkeiten, wie es bei sportlichen Tätigkeiten vorkommt, bereitete den Probanden der Widerstandsgruppe ebenfalls Mühe. Die Autoren vermuten, dass ein isoliertes Training der Einatmungsmuskulatur zu einem unerwünschten muskulären Ungleichgewicht geführt hat mit negativen Auswirkungen auf schnelle Atemmanöver und auf die Kraft der Ausatmungsmuskeln. Weitere Arbeiten müssen diese Beobachtungen bestätigen und die genauen Auswirkungen auf die körperliche Fähigkeit untersuchen. (Quelle: Vergès et al., Respir Physiol Neurobiol)
